5.4.2005 München, Meldung von Panoratio Database Images bei Pressrelations.de:
AOK und Unternehmen Gesundheit Oberpfalz Mitte (UGOM) schließen Vertrag zur Integrierten Versorgung
Das Unternehmen Gesundheit Oberpfalz Mitte (UGOM) und die AOK geben jetzt bekannt, dass sie einen Vertrag zur Umsetzung Integrierter Versorgung geschlossen haben. Hanswerner Voss, Geschäftsführer des UGOM, hat mit Pie Data Elektronik, NDCHealth und Panoratio Database Images nun Partner für das Projekt gewonnen, die das Fundament für eine umfassende und qualitativ hochwertige Patientenversorgung legen: Strukturierte medizinische Dokumentation, sichere Kommunikation zwischen den beteiligten Ärzten und Patienten, sichere Datenspeicherung und qualifizierte Evaluation der relevanten Behandlungsdaten wird durch die Software dieser Unternehmen ermöglicht.
Das Unternehmen Gesundheit Oberpfalz Mitte mit Sitz in Amberg hat sich der Umsetzung eines der ersten Integrierten Versorgungsnetzwerke in Deutschland verschrieben. Hanswerner Voss konnte Ende 2004 mit der 'AOK Bayern – Die Gesundheitskasse' als erstem Gesundheitsversicherer einen Vertrag schließen, der die Grundlage für eine enge Zusammenarbeit von 74 niedergelassenen Ärzten und drei Krankenhäusern darstellt. Oberstes Ziel der Integrierten Versorgung ist es, die Qualität der Patientenversorgung, das heißt deren Effektivität und Effizienz, zu steigern. Effektivität soll am Ergebnis der ärztlichen Behandlung für den Patienten gemessen werden, Effizienz am Verbrauch von materiellen Ressourcen und dem Zeitaufwand von Patient und Arzt für die jeweilige Behandlung. Sichere Kommunikation zwischen den Leistungserbringern untereinander und mit dem Patienten bei den einzelnen Diagnose- und Behandlungsschritten ist dabei entscheidend. Der Ausschluss von Wechselwirkungen und Contraindikationen bei der Verschreibung von Medikamenten sind ebenso wichtig wie die Kenntnis der ausführlichen Vorgeschichte des Patienten, der aktuellen Befunde, Diagnosen und therapeutischen Maßnahmen innerhalb des Behandlungsteams, das sich der Patient selbst aussuchen kann. Auf diese Weise kann zusammengearbeitet werden und nicht aneinander vorbei oder sogar gegeneinander. Deshalb ist es unerlässlich, den Informationsaustausch im Integrierten Versorgungsnetzwerk optimal zu gestalten. Informationen müssen strukturiert aufbereitet werden, austauschbar sein und dabei den Richtlinien des Datenschutzes genügen.
Patienteninformationen sammeln, speichern und evaluieren
Für diese Informationssammlung und -aufbereitung in der elektronischen Patientenakte müssen Daten erhoben, gespeichert und evaluiert werden. Die Bewertung der medizinischen Informationen dient gleichermaßen der Auswahl der Behandlungsmethode und der Erhöhung des Wissenstands der Allgemein- und Fachärzte. Auf Basis der Eingangsbefunde können Ärzte beispielsweise für Diabetiker ein Chancen- und Risikoprofil erstellen, dem Patienten in für ihn verständlicher Form mitgeben und darauf aufbauend mit ihm gemeinsam die Ziele für die weitere Behandlung vereinbaren, an denen auch der Patient tatkräftig mitarbeiten muss.
Die Daten geben ausschließlich dem behandelnden Gesundheitsteam einen umfassenden Blick auf den Patienten über alle Arztgruppen im ambulanten und stationären Bereich hinweg. Die Ärzte haben somit die gesamte Patientenkarriere vor sich und können diese Informationen als Basis für eine koordinierte und abgestimmte Behandlung verwenden. Die Patienten können dabei sicher sein, dass ihre Krankheitsgeschichte ausschließlich bei dem von ihnen ausgewählten Gesundheitsteam aktuell verfügbar ist. Der Patient bestimmt nämlich selbst, welche und wie viele Ärzte seine Daten einsehen können. Wenn die Daten zur Verbesserung der Versorgungsforschung zentral bei NDCHealth gespeichert werden, sind sie über einen Hash Code verschlüsselt und können nicht mehr auf den einzelnen Patienten zurückverfolgt werden. Sie lassen jedoch Rückschlüsse auf die Gesundheitsversorgungsqualität im Unternehmen Gesundheit zu und geben die Möglichkeit, Risikofälle im Rahmen von Qualitätszirkelsitzungen gemeinsam zu besprechen und so den aktuellen Stand von Wissenschaft und Forschung sowie die praktischen Erfahrungen aus dem gesamten Unternehmen Gesundheit verfügbar zu machen.
Panoratio Database Images ist Partner des UGOM
Pie Data Elektronik aus Nordrhein-Westfalen liefert die Dokumentationssoftware, mit der in den Arztpraxen in Amberg und Umgebung die Patientendaten strukturiert erfasst und kommuniziert werden. Sie schafft die Basis für den Informationsaustausch zwischen den Ärzten. Die anonymisierten Daten werden an das Trust Center von NDCHealth übertragen und bilden die Datengrundlage für Analysen. Der Informationsdienstleister im Gesundheitsmarkt fungiert im Amberger Projekt als Träger des Data Warehouses. Panoratio Database Images stellt mit seinen Portable Database Images (pdi), einem neuen Datenformat, das Instrument zur Analyse und Bewertung der Daten zur Verfügung. Es ermöglicht über intuitives Data Mining das Finden von unerwarteten Zusammenhängen und lenkt das Augenmerk der Mediziner auf Tatsachen, die bisher nicht in der Behandlung des jeweiligen Patienten berücksichtigt wurden. Die Besonderheit der pdis liegt darin, dass sie ohne tiefgreifendes IT-Wissen leicht und schnell zu bedienen sind. Jeder Arzt, Pfleger oder Verwaltungsdirektor im Krankenhaus kann mit wenigen Mausklicks den Patientendaten auf den Grund gehen. Die Panoratio-Software kann das Patientenleben im UGOM-Modell sektorübergreifend darstellen.
Unternehmen Gesundheit Oberpfalz Mitte (UGOM) ist Vorreiter
Das UGOM in Amberg hat Vorbildcharakter: Inzwischen interessieren sich auch die Zusammenschlüsse 'MainArzt' aus Franken und das 'Flensburger Unternehmen Gesundheit FLUG' sowie eine Reihe von weiteren Gesundheitsnetzen für das Modell von Hanswerner Voss. Denn im Integrierten Versorgungsnetzwerk profitieren neben den Patienten auch die Mediziner beispielsweise vom gemeinsamen Einkauf von Praxis- und Sprechstundenbedarf und den nachweisbaren Einsparungen im Rahmen des Vertrages mit der AOK. Das Beispiel UGOM zeigt, dass die extrabudgetären Erträge bei den Ärzten bereits im ersten Jahr die erforderlichen Investitionen pro Praxis übersteigen.
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